Deutsches Versicherungsmuseum Ernst Wilhelm Arnoldi

Gotha gilt als eine Wiege des deutschen Versicherungswesens.
Der Kaufmannssohn Ernst Wilhelm Arnoldi gründete hier 1820 die erste Feuerversicherungsbank auf Gegenseitigkeit und 1827 die erste Lebensversicherungsbank auf deutschem Boden. Die Büros seiner Gesellschaften befanden sich zunächst in der Innungshalle am unteren Hauptmarkt, bis sie später  eigene repräsentative Gebäude in der Bahnhofstraße erhielten.

Der Sitz der Gothaer Lebensversicherungsbank wurde 1894 fertig gestellt, ein eklektizistischer Bau nach Plänen von Bruno Eelbo. Das Gebäude wurde nach 1945 zu einem Sitz der staatlichen Versicherung der DDR, nach der Wende kaufte es der auf Arnoldis Unternehmen zurückgehende Versicherungskonzern „Gothaer Versicherung“ zurück und unterzog es einer umfassenden Sanierung. Mittlerweile beherbergt es das Thüringer Finanzgericht und das Sozialgericht Gotha, aber auch das Deutsche Versicherungsmuseum Ernst Wilhelm Arnoldi.

In den historischen Vorstandsräumen der Versicherung erfahren Besucher alles über die Ursprünge des modernen deutschen Versicherungswesens, aber auch über die Verdienste Arnoldis, der mit Statistiken, Mathematik und medizinischen Untersuchungen die Lebensversicherung entscheidend professionalisierte. Das 1904 von Adolf Lehnert geschaffene Relief „Lebensstufen“ im großzügigen Treppenhaus beeindruckt Besucher ebenso wie die Konzert-Reihe „SERENADE“, welche hier im Foyer des Museums durchgeführt wird.

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Ihr Kontakt

Dt. Versicherungsmuseum Ernst Wilhelm Arnoldi
Bahnhofstraße 3A, 99867 Gotha
Telefon: 0 17 1 / 352 293 7

Öffnungszeiten

Montag 10.00 – 16.00 Uhr (außer an Feiertagen; letzter Einlass 15.30 Uhr)

Für Gruppen sind auf Anfrage weitere Termine möglich.