Herzogin Luise Dorothea von Sachsen-Gotha-Altenburg

Ernestinerin

Luise Dorothea von Sachsen-Gotha-Altenburg

Die einstige Herzogin Luise Dorothea von Sachsen-Gotha-Altenburg wurde als Prinzessin von Sachsen-Meiningen in Coburg geboren. 1729 heiratete sie ihren Vetter Friedrich III. und wurde damit Erbprinzessin von Sachsen-Gotha-Altenburg.

Luise Dorothea zeichnete sich schon früh durch Lebhaftigkeit des Geistes und heitere Laune aus. Dass sie einen überaus gebildeten und feinsinnigen Charakter hatte und starke Anhängerin der Aufklärung war, zeigte sich vor allem in ihrem regen Briefwechsel mit den französischen Schriftstellern und Philosophen Voltaire, Rousseau und Diderot. Aber auch als herzogliche Gemahlin stand sie Friedrich III., der 1732 seinem Vater als Herzog von Sachsen-Gotha-Altenburg folgte, als kluge Beraterin zur Seite. Dadurch hatte sie großen Einfluss auf die Politik ihres Mannes und trug als Förderin von Wissenschaft, Literatur und Theater einen wesentlichen Anteil daran, dass das Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg zu einem kulturellen Zentrum in Thüringen aufstieg.

Luise Dorothea gilt bis heute als herausragende dynamische und moderne Frauenpersönlichkeit ihrer Zeit. Ein würdiges Denkmal erhielt sie 2017 anlässlichihres 250. Todestages. Der Bildhauer Bernd Göbel schuf eine symbolträchtige Bronzeplastik der Herzogin, die nun im Bereich der Wasserkunst über der Gothaer Innenstadt thront.