Ausstellung

„Thüringen 1919: Zwischen Revolution und Landesgründung“

Sonderausstellung mit dem Themenschwerpunkt Weimarer Republik
Wann:
Dienstag, 03.09.2019 - Sonntag, 06.10.2019
10.00 Uhr - 17.00 Uhr
Veranstalter:

Förderverein Gothaer Tivoli e. V.

Wo:
Tivoli Gedenkstätte
Am Tivoli 3
99867 Gotha

Ein Ort der Weltgeschichte
Im Mai 1875 fand der Vereinigungskongress zwischen dem Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV, „Lassalleaner“) und der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP, „Eisenacher“) zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands statt. Nach dem Ende des „Sozialistengesetzes“ 1890 lautete der neue Parteiname „Sozialdemokratische Partei Deutschlands“ (SPD). Weitere weltgeschichtliche Bedeutung erlangte das Tivoli durch die „Kritik am Gothaer Programm“ von Karl Marx. Zudem fand im Anschluss an den Vereinigungskongress von 1875 eine Allgemeine Gewerkschafts-Konferenz statt, auf der beschlossen wurde, bestehende Lokalvereine zu Zentralverbänden zusammenzufassen. Als Folge der revolutionären Umbrüche wurde am 14.11.1918 in Gotha und damit erstmals in Deutschland der Achtstundentag per Gesetz eingeführt. 1990 fand im Beisein von Willy Brandt die Wiedergründung des Landesverbandes der SPD Thüringen statt. 1992 wurde der Förderverein Gothaer Tivoli e.V. zum Erhalt und zur Betreibung des Hauses gegründet. Seit 2008 wird jährlich der „Wilhelm-Bock-Preis“, gestiftet vom Gothaer Oberbürgermeister Knut Kreuch, für sozialdemokratisches Engagement in Ost- und Mitteleuropa verliehen. Das Tivoli ist Teil der „Thüringer Straße für Menschenrechte und Demokratie“, Gedenk- und Begegnungsstätte.

Deutschen Reich für den radikalen Umbruch nach dem Ersten Weltkrieg: 1918 kam es in seinen Kleinstaaten zu zahlreichen revolutionären Ereignissen. Kurz darauf stimmten die Arbeiter- und Soldatenräte für einen Zusammenschluss der thüringischen Staaten. Dazu handelten die Landesvertretungen im Frühjahr 1919 einen Gemeinschaftsvertrag aus. Aufgrund der Einzelinteressen in den Regionen kam es jedoch zu Konflikten: Coburg und das thüringische Preußen traten dem Vertragswerk nicht bei, sodass am 1. Mai 1920 nur die „kleinthüringische Lösung“ als einzige territoriale Neugründung der Weimarer Republik verwirklicht werden konnte. Die multimediale Ausstellung spiegelt die mit Spannung geladene Periode in Thüringen zwischen Revolution und Landesgründung. Ein Projekt des Weimarer Republik e.V., gefördert von der Thüringer Staatskanzlei und dem Thüringer Landtag, kuratiert von Christian Faludi und Manuel Schwarz. Thüringen stand um das Jahr 1919 wie kaum eine andere Region im Deutschen Reich für den radikalen Umbruch nach dem Ersten Weltkrieg: 1918 kam es in seinen Kleinstaaten zu zahlreichen revolutionären Ereignissen. Kurz darauf stimmten die Arbeiter- und Soldatenräte für einen Zusammenschluss der thüringischen Staaten. Dazu handelten die Landesvertretungen
im Frühjahr 1919 einen Gemeinschaftsvertrag aus. Aufgrund der Einzelinteressen in den Regionen kam es jedoch zu Konflikten: Coburg und das thüringische Preußen traten dem Vertragswerk nicht bei, sodass am 1. Mai 1920 nur die „kleinthüringische Lösung“ als
einzige territoriale Neugründung der Weimarer Republik verwirklicht werden konnte. Die multimediale Ausstellung spiegelt die mit Spannung geladene Periode in Thüringen zwischen Revolution und Landesgründung.

Ein Projekt des Weimarer Republik e.V., gefördert von der Thüringer Staatskanzlei und dem Thüringer Landtag, kuratiert von Christian Faludi und Manuel Schwarz.

Öffnungszeiten:
Dienstag - Donnerstag
von 10 bis 17 Uhr
oder nach Vereinbarung